Institutionals
Mein Anlagestil:
Growth at a Reasonable Price (GARP) im Lichte einer antizyklischen
Anlagestrategie.
„Growth at a Reasonable Price“ heisst zu Deutsch
„Wachstum zu einem vernünftigen Preis“ und umschreibt eine Strategie, bei der Aktien
ausgewählt werden, die infolge tiefer Erwartungen eine günstige Bewertung und
ein hohes erwartetes Wachstum aufweisen.
Obschon
das Akronym GARP von vielen Investoren verwendet wird, sind die genauen
Kriterien (Wachstum und Bewertung) weder in Theorie noch in Praxis je eindeutig
definiert worden. Weiter unten erfahren Sie, welche konkreten Kriterien ich seit Jahren für die GARP anwende.
Der
Markt überschätzt meistens die Perspektiven so genannter „guter“ Unternehmen
und treibt deren Aktienkurs zu weit in die Höhe. Aufgrund von zu hohen
Markterwartungen sorgen solche Unternehmen für Enttäuschungen und
anschliessende Kurskorrekturen. Hingegen weniger „positiv“ bewertete
Unternehmen, die dennoch solide Rentabilitäts- und finanzielle Kennzahlen
aufweisen, vermögen oft nach einer Übergangsperiode den Markt positiv zu
überraschen.
Die
Grundneigung der Anleger besteht darin, die Aktien positiv bewerteter
Unternehmen zu teuer zu bezahlen und die Titel unbeliebter Firmen zu meiden. Diese
Tendenz, die auch bei institutionellen Investoren oft stark ausgeprägt
existiert, ist in der menschlichen Psychologie tief verankert.
Anleger, die ausschliesslich auf
günstig bewertete Aktien „Value-Stil“ setzen, werden als „Value“-Investoren
bezeichnet. Anleger, die lieber in etablierte und ertragsstarke Unternehmen mit
hohem Wachstumspotenzial „Growth-Stil“ investieren, werden „Growth“-Investoren
genannt.
Da das Potenzial von
„Value“-Aktien von den Anlegern meistens unterschätzt wird, schlagen
„Value“-Investoren langfristig den Markt. Dieser Tatbestand wurde durch manche
Studien bestätigt. Interessierte Leser verweise ich auf die
Studien und Anlageergebnisse von David Dreman: Aktien mit niedrigen
Kurs-Gewinn-(P/E), Preis-zu-Buchwert- und Preis-zu-Cashflow-Verhältnissen
neigen dazu, den Markt langfristig zu schlagen. Dieser Befund gilt übrigens
auch für Aktien mit hohen Dividendenrenditen.
Als
„Contrarian“ gehe ich gar einen Schritt weiter als der „Value“-Investor: Als
„Contrarian“-Investor wähle ich Unternehmen aus, die eine starke
Finanzposition, eine hohe Rentabilität, solide Cashflows und ein intaktes
Wachstumspotenzial aufweisen. Deren Aussichten werden momentan vom Markt
unterschätzt, was Spielraum für positive Überraschungen und eine Outperformance
bietet. Eine GARP- oder „Contrarian“-Strategie setzt also auf solide
Unternehmen, die eine günstige Bewertung aufweisen und deren Kurs niedrige
Erwartungen widerspiegelt.
Meine GARP-Methode:
Für
meine GARP-Screening-Methode wende ich folgende Kriterien an:
-
Umsatzwachstum über 4%
-
Veränderungsrate der
Gewinnschätzungen für die nächsten 12 Monate von mind. 4%.
-
Operative Marge über 10%
-
Erwarteter Gewinnzuwachs über die nächsten Jahren von mehr als 7% p.a.
- PEG-Ratio für die nächsten 12 Monate soll kleiner als
1.5 sein und das prospektive P/E maximal 18
-
Ich stütze mich auf Veränderungen der Konsensusschätzungen des International
Brokers’ Estimate System' (IBES) der letzten 3 Monate ab.
Risikoexposition
meiner Kundendepots
Die Risikoexposition eines Depots durch Aktien und
aktienähnliche Papiere wird individuell mit jedem Kunden definiert und variiert
üblicherweise zwischen 30% und 60%. Wenn das Marktsentiment allerdings gegen Aktien spricht, zögerte ich in
den letzten acht Jahren nicht, sämtliche Aktien und Aktien-ähnliche Papiere
meiner Kunden frühzeitig zu verkaufen (sehen Sie dazu meine Referenzliste).
Marktsentiment
Mein Arbeit stützt sich auf wertvolle Instrumente wie interaktive
Analyse-Tools und Finanz-Informations-Systeme, die mit Hilfe von
Echtzeit-Finanzinformationen Veränderungen im Marktsentiment identifizieren,
verfolgen und erkennen. Diese Tools und Systeme informieren mich täglich mit
verlässlichen Analysen darüber wie sich die Mehrheit der Investoren verhält.
Doch das beste
Informationssystem nützt nichts und versagt einem die Auskunft, wann ein Auf-
oder Abschwung stattfinden wird und wie lange er andauert. Dazu braucht es Erfahrung
und ein Gespür für das Marktsentiment, das ich mir über die Jahre angeeignet
haben.
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